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Berufsinformationen über Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/ innen

Was machen eigentlich Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/ innen?
Wo Sauberkeit und eine gepflegte Ausstattung gefragt sind, kommen die Fliesen-, Platten – und Mosaikleger zum Einsatz.
Sie verlegen Fliesen und Platten aus Keramik auf dem Boden und an den Wänden.
Küchen, Bäder und Fußböden gehören da zum Standardrepetoire.
Auch Fassaden werden verkleidet, Terrassen und Gehwege mit Natursteinen aller Art neu angelegt.
Die Kunst dieses Handwerks zeigt sich besonders, wenn es um Rundungen und Ecken geht.
Mit Hilfe von Fliesenschneider, Hammer oder Plattentrenngerät werden die passenden Teile angefertigt.
Oder soll es vielleicht eine Trennwand mehr sein? Fliesenleger fertigen diese an oder bauen Fertigteile ein.
Doch vor den eigentlichen Verlegearbeiten ist maßgenaue Arbeit gefragt.
Denn auf jeder Baustelle finden Fliesenleger andere Arbeitsobjekte und vor allem andere Abmessung vor.
Auch der passende Untergrund gehört zu einem sauberen Fliesenverlegen. Unebenheiten werden ausgeglichen.
Da Dämm- und Isolierschichten in Zeiten wachsenden Energiebewusstseins immer mehr gefragt sind,
kann der Fliesenleger auch da Auskunft geben. Nach einer fachgerechten Vorbereitung kommt die eigentliche Verlegung.
Ein Fliesenleger muss exakt arbeiten und konzentriert zu Werke gehen.
Er braucht viel Hand- und Fingerspitzengefühl. Mit einem speziellen Kleber auf Zementbasis ist das verlegen im Nu erledigt.
Die Fugen der Fliesen oder Platten können wahlweise mit Verfugmasse eingeschlemmt werden
oder erhalten eine elastische Abdichtung aus Silikon oder Kunstharzen.
In manchen Fällen hilft schon eine Reparatur. Eventuelle Schäden werden analysiert und fachgerecht repariert.
Auch im Außenbereich wird der Fliesenleger tätig. Terrassen und Balkone werden sicher und fachgerecht verlegt.


Ausbildung

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO).
Er ist dem Berufsfeld Bautechnik zugeordnet.
Auszubildende werden sowohl in Handwerk- als auch in Industriebetrieben ausgebildet.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist kostenfrei. Es können allerdings Fahrtkosten für die Berufsschule oder der Überbetriebliche Bildungsstätte entstehen.
Nach 2 Jahren Ausbildung erwerben die Lehrlinge einen ersten Berufsqualifizierenden Abschluss.
Sie sind nun Ausbaufacharbeiter der Fachrichtung Fliesen-, Platten- und Mosaiklegen.
Erst nach dem dritten Ausbildungsjahr und einer zweiten Prüfung können sich die Ausbaufacharbeiter dann
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger nennen.

Die Auszubildenden erhalten monatlich eine Ausbildungsvergütung, deren Höhe tarifvertraglich festgelegt wird.


Durchschnittliche Vergütung pro Monat im Jahr 2003:

Alte Bundesländer

Ausbildungsjahr: € 554
Ausbildungsjahr: € 860
Ausbildungsjahr: € 1086
Quelle: Datenbank Ausbildungsvergütungen(DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB)



Perspektiven nach der Ausbildung




Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung meist noch nicht beendet.
Es ist immer gut, mit dem eigenen Fachwissen auf dem laufenden zu sein.
Dafür kommen verschieden Weiterbildungsmöglichkeiten infrage.

Nach der neuen Handwerksordnung ist Fliesen-, Platten- und Mosaiklegen ein zulassungsfreies Handwerk.
Das heißt, Geselle bzw. Gesellin haben die Möglichkeit auch ohne langjährige Berufserfahrung den eigenen Betreib zu gründen.
Trotz alledem kann natürlich der Meisterkurs weiterhin besucht werden.
Er ist in jedem Falle eine gründliche Vorbereitung für den neuen Betriebsinhaber.
Andere Fachkurse informieren über Außenwand- und Fassadenverkleidung oder über Trockenbauweise für Wände, Decken und Böden.
Mit etwas Ehrgeiz kann der Fliesenleger zum Kolonnenführer aufsteigen oder sich zum Techniker der Fachrichtung Bautechnik oder Steintechnik ausbilden lassen.


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